Im Schmelztiegel der Heiratswilligen

Ein Messebesucher beim Trauspruch-Voting
Bildrechte Dekanat/Mauch

Das Evangelische Dekanat Passau war mit einem Stand auf der Hochzeitsmesse vertreten. Paare konnten einen Trauspruch voten.

Alles, was die Herzen der Brautleute begehren, gab es beim Passauer Hochzeitstag am Sonntag, 27. September in der Passauer Dreiländerhalle. Die vielfältigen Angebote sind für die Heiratswilligen allerdings auch eine Herausforderung: die perfekte Schminke, das exklusive Hochzeitsdinner in der edlen Location, das standesgemäße Oldtimergefährt, die mehrstöckige Hochzeitstorte, der virtuose Blumenschmuck, die fetzige Musik, die richtige Frisur, nicht zuletzt Trauringe und das ultimative Hochzeitskleid - von traditionell bis stylisch -, dazu Foto oder Video. Alles muss gut bedacht und organisiert werden, auch wenn der schönste Tag im Leben erst im nächsten Jahr sein wird. Der Termin steht schon fest, der kirchliche Segen jedoch nicht immer.

Die Pfarrer:innen am Stand der Kirche
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„Wir trauen euch“, versprechen die Pfarrer:innen Sonja Sibbor-Heißmann, Arne Schnütgen und Joachim von Kölichen (v.r.n.l.).

Dazwischen sind die drei Pfarrer:innen Sonja Sibbor-Heißmann, Joachim von Kölichen und Arne Schnütgen, die auf dem Hochzeitstag Passau ihren Stand aufgeschlagen haben. Die dazugehörigen Roll-ups mit den Top Ten der Segenssprüche und Infomaterial wurden von der Servicestelle Segen bereitgestellt. Es ist schon das dritte Mal, dass das Evangelische Dekanat präsent ist. 

Die Pfarrer:innen gehen immer wieder auf die Messebesucher:innen zu und laden sie zum Trauspruch-Voting ein. Es ist der Einstieg in meist kurze Gespräche zum Thema „Heiraten in der Kirche“ und mit Gottes Segen. „Es geht darum Kontakte zu knüpfen und das negative Image der Kirche zu korrigieren“ betonten die Pfarrer von Kölichen und Schnütgen. Viele seien auch erstaunt, wie flexibel die evangelische Kirche in Sachen Hochzeit ist. „Wir müssen neue Wege gehen und dort präsent sein, wo man uns nicht unbedingt erwartet. Wir wollen sichtbar bleiben.“ Für Pfarrerin Sibbor-Heißmann ist außerdem der Kontakt zu den Dienstleistern wichtig, denn für viele sind der Caterer oder das Brautmodengeschäft die ersten Anlaufstellen - zu einem Zeitpunkt, an dem die wenigsten an die Kirche denken. Natürlich gibt es die Ausnahmen, bei denen von Anfang an feststeht, dass in der Stadtpfarrkirche geheiratet wird.

Trausprüche mit Herzchen
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Der Tagesrenner war „Die Liebe erträgt alles…“ (1. Korinther 13,7+8) dicht gefolgt von „Lasst uns einander lieben…“ (1. Johannes 3,18). 

Das Trauspruch-Voting mit glitzernden Herzchen-Aufklebern kam auf der Hochzeitsmesse gut an, ebenso die Belohnung: rote Fruchtgummi-Herzen und ein Segenskärtchen.
Text und Foto: Hubert Mauch