Mutig sein!

Gruppenfoto der Kooperationspartner der Aktion Klimafasten
Bildrechte Stefanie Hintermayr / pbp

Die Klimafastenaktion 2026 unter dem Motto „Mutig sein!“ von Aschermittwoch bis Ostersonntag lädt auch dieses Jahr wieder zum Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Die Kooperationspartner wollen damit ein bewusstes Zeichen für Natur und Umwelt setzen.
In Aktion: Die Kooperationspartner laden mit der Klimafastenaktion 2026 von Aschermittwoch bis Ostersonntag zum „Mutig sein!“ ein. Gemeinsam setzen sie damit ein Zeichen für den Klimaschutz. (v.l.n.r. vordere Reihe) Kathrin Plechinger (Geschäftsführerin KDFB-Diözesanverband), Thomas Huber (Geschäftsführer Diözesanrat Passau), Carolin Stadler (Umweltberaterin Stadt Passau), Marianne Wolff (Beratungsstelle Passau Verbraucherservice Bayern), Raimund Kneidinger (Landrat Landkreis Passau), 
(v.l.n.r. mittlere Reihe) Reinhard Tolksdorf (Klimaschutz Landkreis Freyung-Grafenau), Dekan Jochen Wilde (Ev.-Luth. Dekanat Passau), Hilde Greiner (Stv. Landrätin Landkreis Freyung-Grafenau), Roland Gruber (Kreisentwicklung Landkreis Passau), Teresa Schreib (Verantwortliche Klimaschutz und Nachhaltigkeitsmanagement Landkreis Passau) 
(v.l.n.r. hintere Reihe) Dr. Melanie Hackenfort (Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung Bistum Passau), Eva Osterer (Klimaschutzbeauftragte Landkreis Freyung-Grafenau), Andreas Rother (2. Bürgermeister Stadt Passau).

Seit 2017 hat sich die alljährliche Klimafastenaktion von Aschermittwoch bis Ostersonntag inzwischen bewährt. Heuer steht sie unter dem Motto „Mutig sein!“ – ein Aufruf, in der Fastenzeit ein aktives Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu setzen. Die Begleitbroschüre – digital oder in Druckform – gibt dabei in jeder Woche Impulse und zeigt, auf welch unterschiedliche Art und Weise sich jeder Einzelne beteiligen kann.

„Mutig zu sein braucht es immer wieder!“ Mit diesen Worten begrüßte der Passauer Landrat Raimund Kneidinger die Kooperationspartner der Aktion zu Beginn der Pressekonferenz im Landratsamt Passau. Er verwies damit auf die Kontinuität der Klimafastenaktion, die es gerade beim Thema Klimaschutz brauche. Ein Erfolgsfaktor – und: „Warum die Aktion auch so erfolgreich ist, ist der ganzheitliche Blick“, so Kneidinger, gewährleistet durch das Netzwerk der Kooperationspartner. Neben dem Landkreis und der Stadt Passau, dem Landkreis Freyung-Grafenau, dem Verbraucherservice Bayern und dem evangelischen Dekanat ist auch das Bistum Passau mit der Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung, dem Diözesanrat, dem Katholischen Frauenbund (KDFB) und der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) mit dabei. Über die vielseitigen Aktionen der Partner freute sich auch Teresa Schreib, Verantwortliche für Klimaschutz und Nachhaltigkeitsmanagement im Landkreis Passau. Jede Aktion sei schließlich ein aktives Zeichen für Klimaschutz.

Dekan Jochen Wilde und andere bei der Pressekonferenz am Tisch sitzend
Bildrechte Stefanie Hintermayr / pbp

Die Aktionen in den sieben Fastenwochen

Jede der sieben Fastenwochen steht unter einem bestimmten Thema mit einer dazu passenden Aktion, die jeweils i.d.R. von einem Kooperationspartner federführend verantwortet wird. „Mut, mehr Streit zu wagen“ lautet das Thema der ersten Woche, verantwortet vom KDFB-Diözesanverband. Ein Referat im Schloss Neuburg regt hier zum Nachdenken darüber ein, im positiven Sinn wieder streiten zu lernen, so KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger. „Es braucht wieder mehr Streitkultur.“ In der 2. Fastenwoche werden Impulse zum „Nein-Sagen-Lernen“ gegeben – ein Thema, zu dem es auch Seelsorge- und Beratungsangebote von Pfarrerinnen und Pfarrern, Pro Familia, Diakonie und Caritas gibt. Marianne Wolff von der Beratungsstelle Passau des Verbraucherservice Bayern lud dann in der 3. Fastenwoche zum „Mut, nicht jedem Trend hinterherzulaufen“ ein – mit ihrem Vortrag zum Thema „Ausmisten leichtgemacht“. Hier schließt die 4. Fastenwoche zum Thema „Mut zum Weiterverwenden“ an mit zwei Aktionen, einem „Repair-Café der Selbstwerkstatt“ und einem von der KLB Passau verantworteten „Restl-Kochkurs“. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man Dinge sehr viel länger verwenden kann, als man denkt“, erklärte Carolin Stadler, Umweltberaterin der Stadt Passau, zum Repair-Café. Mit den beiden Vorträgen „Perfekt aber k.o.“ und „Mut zu mehr Wildnis im eigenen Garten“ sowie mit einer Exkursion zu Biberlebensräumen wird in der 5. Fastenwoche zum „Mut zu weniger Perfektion“ eingeladen. „Mit weniger zufrieden zu sein, ist gut für Umwelt und Nachhaltigkeit“, meinte Teresa Schreib.

In der darauffolgenden 6. Fastenwoche lädt die Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung des Bistums Passau mit einem Wassertag, einer Exkursion zur Braukommune in Freistadt und einem „Gemeinwohlökonomie-Business-Frühstück“ zum „Mutig wirtschaften“ ein. Dr. Melanie Hackenfort von der Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung im Bistum Passau verwies diesbezüglich auf die wichtige Rolle der Gemeinwohlökonomie als „Richtschnur“ für den Klimaschutz. „Richtschnur, nicht nur ökologisch nachhaltig zu handeln, sondern auch sozial gerecht zu handeln. Die Gemeinwohlökonomie-Matrix ist hier ein Werkzeug, mit dem man werteorientiert handeln und wirtschaften kann. Damit man schließlich zu einer ganz klaren Haltung kommt, wenn es darum geht, ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Entscheidungen zu treffen.“ Die zunehmende Bedeutung der Gemeinwohlökonomie und der sozialen Dimension unterstrich auch Dekan Jochen Wilde vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Passau. Zusammen mit den anderen Kooperationspartnern lud er schließlich 1. April um 17 Uhr zur ökumenischen Andacht in die Karolikapelle Waldkirchen ein. Der Abschluss der Klimafastenaktion 2026 trägt dabei einen Titel, der auch zu mehr Klimaschutz motiviert: „Sich mutig einbringen“.

Mit einem Zitat vom Katholikentag „Hab Mut und steh auf“ motivierte Thomas Huber, Geschäftsführer der Diözesanrats Passau, zum Engagement für Klima und Umwelt. „Ich glaube, das ist das, was wir alle brauchen: Mut haben und aufstehen für den Klimaschutz.“ Daraufhin meinte Andreas Rother, 2. Bürgermeister der Stadt Passau, die Klimafastenaktion sei die optimale Gelegenheit, sich wieder selbst zu hinterfragen. „Das Schöne am Klimafasten ist, dass wir unsere Impulse breit in die ganze Bevölkerung bringen.“ Diesen Worten schloss sich Hilde Greiner, stellvertretende Landrätin im Landkreis Freyung-Grafenau, mit einem Wunsch an: „Ich hoffe, dass durch die Aktion das Umweltbewusstsein wieder gestärkt wird.“

Die Begleitbroschüre zur Aktion

Die Begleitbroschüre zur Aktion liegt an vielen Orten der Kooperationspartner öffentlich kostenlos zum Mitnehmen aus. Zudem ist sie auch hier als PDF digital verfügbar:


Text + Fotos: Stefanie Hintermayr / pbp