Traditionell am ersten Sonntag im Oktober und bei herrlichen Wetter feierten die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinden Eggenfelden und Gangkofen ihr Erntedankfest gemeinsam auf dem Hof des Ehepaares Bauer in Obereschlbach unter freien Himmel. Auf dem Foto im Vordergrund der Posaunenchor unter Leitung von Gotthilf Zeltner.
Abendrot und Abendbrot - Dass wir für viel mehr dankbar sein können, als für das, was auf unseren Feldern und in unseren Gärten wächst, blitzte in der Feier unter wolkenlosem Himmel an vielen Stellen auf. Die Besucher:innen waren eingeladen, in einer Stille auf die leisen Stimmen in und um sie herum zu hören, einige Lieder mit Bewegungen zu begleiten und gemeinsam Brot und die Frucht des Weinstocks zu teilen. Pfarrer Thomas Weinmair beobachtete in seiner Ansprache, dass wir uns und viel öfter mit unseren Bitten und Wünschen an Gott wenden, als ihm für das zu danken, was er uns schenkt. Er empfahl als Übung, jeden Abend Gott wenigstens für drei Dinge des Tages zu Danke zu sagen. Anlässe dafür gebe es genügend. Dies bewahre vor einem immer mehr um sich greifendem Pessimismus. Der Geistliche hielt fest: "Wie reich ich bin, merke ich erst, wenn ich Gott danke".
"Wie reich ich bin, merke ich erst, wenn ich Gott danke" - Pfarrer Thomas Weinmair bei der Ansprache. Links vor dem Altar die Fülle der Natur.
Florian Webel sprach das Anfangsgebet, Marie Hoffmeister leitete das Glaubensbekenntnis und trug zusammen mit Angela Bögendörfer, die auch das Evangelium und gemeinsam mit Pfarrer Weinmair eine Geschichte vorlas, die Fürbitten vor. Der Posaunenchor sorgte für die musikalische Gestaltung.
Pfarrer Weinmair dankte dem Ehepaar Bauer für die Gastfreundschaft und Unterstützung bei den Vorbereitungen, sowie Simone Hoffmann und allen Kuchenbäckerinnen, die für die anschließende Verpflegung sorgten.
Die Erntegaben wurden auch in diesem Jahr an die Tafel gespendet.
Text und Fotos: Thomas Weinmair
