Kanzelrede mit dem Kabarettisten Christian Springer in der Evangelischen Stadtpfarrkirche
„Die Welt brennt! Wer löscht? Dieser Frage geht Christian Springer, bei seiner Kanzelrede am Sonntag, 01. März, um 10 Uhr in der Evangelischen Stadtpfarrkirche St. Matthäus in Passau nach. Es ist ein Appell an Toleranz und Humanität, wie der Künstler betont.
Dekan Jochen Wilde freut sich, mit Christian Springer einen herausragenden Kabarettisten und Autor für die Kanzelrede gewonnen zu haben.
Christian Springers kabarettistisches Schaffen bedient Herz und Hirn des Publikums und tritt immer wieder ein für Toleranz und Mitmenschlichkeit. Sein Anliegen: Nicht nur reden, sondern selbst anpacken, für eine menschlichere Welt.
2020 gründete er seine Initiative SCHULTERSCHLUSS. Mit Aktionen, Vorträgen, Publikationen soll in Zeiten von Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungstheorien und Hass-Botschaften ein Zeichen für Demokratie gesetzt werden. Christian Springer organisierte Gedenkaktionen zu 50 Jahre Brandanschlag auf das Jüdische Gemeindehaus, zu 75 Jahre Kriegsende in München und 40 Jahre Bombenattentat auf das Münchner Oktoberfest. Für sein Schaffen als Kabarettist und für sein soziales Engagement erhielt er zahlreiche
Auszeichnungen.
Seine künstlerische Laufbahn begann im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper. Lokale Berühmtheit erlangte er mit seinen Starkbierreden vor der Münchner Prominenz im Münchner „Löwenbräukeller“, ebenso wie in Landshut zur Eröffnung der Starkbiersaison. Immer wieder war er künstlerischer Teil des legendären „Starkbieranstichs auf dem Nockherberg“. Seit Anfang 2013 ist Christian Springer an der Seite von Michael Altinger Gastgeber der monatlichen BR-Kabarett-Sendung "schlachthof". Mit diversen Solo-Programmen ist er immer wieder auf den Bühnen der Kleinkunstszene, wie dem Passauer Scharfrichterhaus unterwegs.
Bei der „Kanzelrede“ handelt es sich um eine Veranstaltung „zwischen Predigt und Vortrag“. Sie findet im Kirchenraum statt, ist aber kein Gottesdienst. Personen der Öffentlichkeit und engagierte Laien sind eingeladen, ca. 30 Minuten zu einem Thema ihrer Wahl zu sprechen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Miteinander statt übereinander reden, ist das Ziel dieser Reihe.
„Bayerischer Mob - wie die Gewalt in die Politik zog“ ist der Titel einer Lesung mit Christian Springer und Kerstin Schweiger am Abend des 1. März um 18 Uhr, die nebenan im Evangelischen Zentrum stattfinden wird.
Text: Springer/Mauch, Fotos: Springer
