Sänger:innen aus der ganzen Region kamen am Samstag, 21. März in die Reformations-Gedächtnis-Kirche nach Eggenfelden, um beim Gospel-Projekttages des evangelischen Dekanates Passau einen ganzen Tag lang mit dem Gospel-Referenten des Popularmusikverbandes der bayerischen Landeskirche Gospels zu üben und in einem Gottesdienst am Abend aufzuführen. Pfarrer und Popkantor Thomas Weinmair (re) bei der Begrüßung von Michael Martin (li) aus Nürnberg. Im Hintergrund Sarah Buchdrucker.
Ins Rottal eingeladen hatte den Gospelreferenten, Kirchenmusikdirektor Michael Martin und die Sängerin und Stimmbildnerin Sarah Buchdrucker aus Nürnberg bzw. Fürth, der Popkantor im Dekanat, Pfarrer Thomas Weinmair.
Nach einer intensiven Aufwärmrunde der Stimmen durch Sarah Buchdrucker übernahm Michael Martin die gesangliche Leitung, immer wieder unterbrochen von der Sängerin, die nach Beobachtungen der Sänger:innen wertvolle Tipps zu geben wusste. In raschem Tempo wurden die Gospels eingeübt, nach jeder Pause weiter daran gefeilt.
Am Nachmittag wurden die Sänger:innen neben Michael Martin am Piano auch durch Dietmar Tzscheutschler an der Gitarre, Bettina Waller am E-Bass und Thomas Weinmair am Cajon begleitet.
Sarah Buchdrucker bei einer der Stimmübungen mit den Sängerinnen und Sängern.
Für die schmackhafte Verpflegung der Musiker:innen sorgten Cornelia Erdmann, Simone Hoffmann und Maren König.
Höhepunkt des Tages war der Gospel-Gottesdienst am Abend, in dem die eingeübten Lieder zur Aufführung kamen. Pfarrer Thomas Weinmair hob in seiner Ansprache hervor, dass Passion auch Leidenschaft bedeutete, und lud zum Nachdenken darüber ein, wofür man selbst mit ganzer Hingabe lebe. Ausgehend vom Abendevangelium über einen Blinden, der nach seiner Heilung durch Jesus aus Dankbarkeit einen Lobpreis Gottes anstimmte, konnten die Gottesdienst-Besucher:innen mit dem Smartphone anonym Erlebnisse, bei denen ihre Bitten von Gott erhört wurden, auf eine Leinwand schicken. "He Has Done Marvelous Things" (Er hat Wunderbares getan) war dann auch der passende Gesang, der auf die Gedanken folgte.
Beim Gospel-Projekttag war die Reformations-Gedächtnis-Kirche bis zum Abend ein großer Probenraum. Am Piano: Gospelreferent Michael Martin.
Für viele zunächst ungewöhnlich standen die Sänger:innen nicht vor den Gottesdienstbesucher:innen, sondern saßen quasi mit diesen in den ersten Stuhlreihen.
Fast alle Lieder erzählten von der Botschaft, die auch über dem Tag stand: "Glory to God" (Ehre sei Gott). - Ein berührender Gottesdienst, ein anstrengender aber durch und durch bereichernder Tag - so ließ sich die Stimmung am Abend am besten in Worte fassen. Text und Fotos: Thomas Weinmair
