GBP sorgt für Diskussion

Dekan Wilde und die zwei Referenten der Dekanatskonferenz
Bildrechte Dekanat/Mauch

Gebäudebedarfsplanung (GBP) - ein Wort das leicht bedrohlich klingt. Das zeigte schon die Diskussion in der äußerst gut besuchten Dekanatskonferenz am Montag, 9. Februar im Evangelischen Zentrum Passau. Neben der GBP gab es aber auch noch andere Themen. Auf dem Foto: (v.l.n.r.) Stellvertretender Leiter der Gesamtverwaltungsstelle David Schäfer, Verwaltungsfachfrau Martina Salzberger und Dekan Jochen Wilde.

Einen tiefen Einblick gaben Martina Salzberger und David Schäfer von der Gesamtverwaltungsstelle in die anstehenden Veränderungen in Sachen Dialogpost, Kirchgeldanschreiben und Meldewesen. Mit der neuen Software Kiris werden sich neue Möglichkeiten der Datenerfassung auftun, betonte Fachfrau Salzberger. Sie ist zusammen mit Julia Kromberg für das Meldewesen der Dekanatsbezirke Cham/Sulzbach-Rosenberg/ Weiden, Regensburg, und Passau zuständig. Die Passauer Gesamtverwaltungsstelle habe sich damit zu einem Kompetenzzentrum für Meldewesen in Ostbayern entwickelt, hob Dekan Jochen Wilde hervor.

Bis Ende des Jahres 2026 muss die Gebäudebedarfsplanung der Landeskirche vorgelegt werden. Ein erster Entwurf wurde durch einen „Runden Tisch“ mit Architekten der Landeskirche und der Gesamtverwaltung entwickelt, im Dekanatsausschuss diskutiert und beschlossen. Dieser Entwurf wurde von Dekan Wilde in der Dekanatskonferenz vorgestellt.  Der nächste Schritt sieht die Bearbeitung des Entwurfs in den Gemeinden vor. Dabei geht es um die künftige Nutzung der vorhandenen Gebäude vor dem Hintergrund schwindender Kirchenmitglieder, schrumpfender Finanzmittel und weniger werdenden Pfarrer:innen. „Vor Ort müsse überlegt werden, wie die Gebäude weitergenutzt werden können.“ Dabei ist der Blick durch die regionale Brille gefragt, aber auch Fantasie. Es sei wichtig sich in den Kirchenvorständen zu überlegen, wo die Kirchengemeinden in 10 Jahren stehen werden, was ist der Auftrag und was brauchen wir dann?

Während der lebhaften Diskussion wurde in der Dekanatskonferenz deutlich, dass es keine einfachen und schmerzfreie Lösungen geben wird. Andererseits bestehe die Hoffnung, dass dieser Prozess Potential für Engagement freisetzt.

Der Entwurf soll jetzt in den Gemeinden diskutiert, die Bedenken und Meinungen an den Dekanatsausschuss zurückgespiegelt werden.
Text und Foto: Hubert Mauch