Segen für Mensch und Tier

Gottesdienst mit Tiersegnung im Stadtpark Spiegelau
Bildrechte Neumann-Beiler

Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen - Gottesdienst zum 800. Todestag des Heiligen Franziskus

Mit einem stimmungsvollen ökumenischen Gottesdienst im Kurpark Spiegelau wurde der 800. Todestag des hl. Franz von Assisi gefeiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher – darunter viele Familien mit ihren Haustieren – kamen zusammen, um den „Freund aller Geschöpfe“ zu ehren. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Grafenauer Blechbläsern 
Pfarrer Tobias Keilhofer eröffnete den Gottesdienst mit einer herzlichen Begrüßung unter freiem Himmel: „Vor 800 Jahren starb Franz von Assisi, der Freund aller Geschöpfe.“ Diakonin Gabi Neumann-Beiler sprach das Eingangsgebet und erinnerte an die Vielfalt der Schöpfung und die Verantwortung der Menschen für Tiere und Natur.

Nach Kyrie und Friedensgebet folgte eine kindgerechte Lesung aus Genesis über die Erschaffung der Tiere und Menschen. Die Predigt, im Wechsel vorgetragen von Pfarrer Keilhofer und Diakonin Neumann-Beiler, zeichnete ein lebendiges Bild des heiligen Franziskus: eines Mannes, der Armut und Einfachheit wählte, um Gottes Schöpfung mit staunenden Augen zu sehen. Eine erzählerische Episode über Tiere, die Franz um Hilfe bitten, verdeutlichte die Botschaft des Tages: Schöpfung ist Beziehung, nicht Besitz.

Im Mittelpunkt stand die Segnung von Mensch und Tier. In einem gemeinsamen Gebet baten Gemeinde und Geistliche um Schutz, Gesundheit und gute Lebensbedingungen für alle Tiere sowie um Achtsamkeit und Mitgefühl für die Menschen, die Verantwortung tragen. Wer wollte, konnte sich und sein Tier auch einzeln segnen lassen.

In den Fürbitten wurde für Haustiere, bedrohte Arten, leidende Tiere und alle Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für das Wohl der Schöpfung einsetzen, gebetet. Der Gottesdienst endete mit dem Lied „Laudato si“ und einem feierlichen Schlusssegen, der die Verbundenheit aller Geschöpfe betonte.

Die Veranstaltung verband Spiritualität, Naturnähe und Gemeinschaft – ganz im Sinne des heiligen Franz von Assisi, dessen Botschaft von Frieden, Dankbarkeit und Geschwisterlichkeit auch nach 800 Jahren nichts an Aktualität verloren hat.
Text und Foto: Neumann-Beiler