Partnerschaftsgottesdienst mit Dekan Jochen Wilde am Sonntag, 22. März in Linz
Am Sonntag Judika gestaltete Dekan Jochen Wilde gemeinsam mit dem stellvertretenden Kurator und Partnerschaftsbeauftragten Günter Merz den Gottesdienst in der Linzer Martin-Luther-Kirche. Seit Jahrzehnten besteht eine Partnerschaft zwischen den drei Kirchengemeinden Budweis in Südböhmen, Linz-Innere Stadt und Passau St. Matthäus, kurz: PaBuLi.
Dekan Wilde überbrachte die herzlichen Grüße des gesamten Dekanats und ging im Rahmen seiner Predigt auf die derzeitigen Transformationsprozesse in der Bayerischen Landeskirche ein. Noch falle es vielen schwer, sich auf das Kleiner-Werden einzustellen und die kommenden Herausforderungen kreativ und konstruktiv anzunehmen. Dabei könnten die Gemeinden im Dekanatsbezirk Passau doch von den Erfahrungen der Evangelischen Kirche in Oberösterreich profitieren und sich einiges abschauen.
Die Kirche insgesamt, so Dekan Wilde, stehe inmitten all der Strukturfragen und Reformprozesse vor der entscheidenden Frage: Welche Kirche wollen wir in Zukunft sein? Eine offene Kirche, die sich in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs erkennbar einbringt – und mit anderen gesellschaftlichen Playern ein starkes Netzwerk bildet? Oder eine ängstliche Kirche, die ihre Anstrengungen nach Innen richtet und ihre Ressourcen vor allem zur Selbsterbauung einsetzt.
Beim anschließenden Kirchenkaffee gab es danach reichlich Gesprächsstoff. Abschluss seines Linz-Besuchs war die Aufführung der Johannes-Passion am Abend, der Dekan Wilde mit seiner Frau beiwohnen konnte. Der Gegenbesuch in Passau ist für den Herbst geplant.
Text: Jochen Wilde, Foto: Astrid Wilde
