Wut – eine menschliche Emotion

Rotes Banner zum Frauensonntag  mit der Aufschrift WUT
Bildrechte Wirkstatt

Am diesjährigen Frauensonntag, 15. März findet um 10 Uhr in der ökumenischen Emmauskirche in Bad Griesbach ein evangelischer Frauengottesdienst mit Abendmahl und Theaterszene statt. Er wird von Kur- und Gästepfarrerin Tatjana Schnütgen und der Regisseurin Lianna El Beth gestaltet.
Thematisch greift der Frauensonntag 2026 ein Thema auf, das emotional herausfordert und zugleich gesellschaftlich wie kirchlich hochaktuell ist: Wut. Wut gilt oft als problematisch, als unchristlich oder unangemessen, insbesondere wenn Frauen sie zeigen. Frauen, die Wut zeigen, müssen mit negativen Konsequenzen rechnen. Viele Frauen haben daher gelernt, ihre Wut zu unterdrücken. 
Dabei ist sie eine zutiefst menschliche Emotion, die auf erlebte Ungerechtigkeit, Ohnmacht und Verletzung verweist und zugleich Kraft zur Veränderung freisetzen kann. 
Aber was genau ist dieses Gefühl, das uns zuweilen innerlich zum Kochen bringt und uns sogar aus der Haut fahren lässt? Und was sagen eigentlich die biblischen Texte dazu? Welche Rolle spielen darin Gefühle, v.a. Wut, Zorn und Ärger? Lassen sich auch Spuren von weiblicher Wut darin finden? Oder steckt da in der einen oder anderen Erzählung vielleicht sogar mehr Wut drin als wir vermuten oder auf den ersten Blick wahrnehmen? 
Mit dem Frauensonntag laden Pfarrerin Schnütgen und Theaterfrau El Beth zu einer Gefühlsreise ein.
Frauensonntage haben eine lange Tradition. Das Besondere daran ist, dass die biblischen Texte aus der Perspektive von Frauen gelesen werden. Der Frauensonntag wird in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) traditionell am Sonntag Laetare gefeiert, aber auch zu anderen Zeiten im Kirchenjahr.

Text: Wirkstatt/Mauch Foto: Wirkstatt