Gemeinsam für den Frieden

Friedensgebet
Bildrechte Weinmair

Etwa 70 Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen aus Eggenfelden und Umgebung versammelten sich zum gemeinsamen Friedensgebet.


Am 10. März, dem Vorabend des islamischen Fastenmonats Ramadan trafen sich etwa 70 Menschen verschiedener Religions- und Konfessionszugehörigkeit auf dem Eggenfeldener Rathausplatz, um miteinander für den Frieden zu beten. Eingeladen hatten die evangelische Kirchengemeinde, die katholische Pfarrgemeinde sowie die Islamische Gemeinschaft, Ortsverein Eggenfelden (Deutsch-Türkisches Kulturzentrum).
Dass sich Terror und Krieg durch das Leben von Menschen fressen und Maßloses Leid über ganze Landstriche ausgießen, darauf wies Pfarrer Thomas Weinmair in seiner Begrüßung in. Es gelte daher, sich trotz begrenzter Möglichkeiten nach Kräften für den Frieden einzusetzen. Gott habe alle Menschen dieser Welt geschaffen, damit sie in Frieden miteinander lebten.

Friedensgebet
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(v.r.nl.) Die Vertreterin der muslimischen Gemeinschaft, Hayda Ylmaz, Pfarrer Thomas Weinmair (evang.-luth. Kirchengemeinde), Stadtpfarrer Egon Dirscherl (römisch-katholische Pfarrgemeinde), Kirchenmusiker Gregor Mooser.

Die anschließende Stille führte Stadtpfarrer Egon Dirscherl mit dem Gedanken ein, dem ohrenbetäubenden Kriegslärm etwas entgegenzusetzen, und verglich dies mit Licht, dass die Dunkelheit erhelle. In seinem Gebet bat der Stadtgeistliche darum, dass die Verantwortlichen im Nahen Osten, der Ukraine und den anderen Kriegsherden Versöhnung über den Krieg und den Hass stellen.
„Alle müssten ihre Stimmen laut und klar gegen alle Gewalt erheben, über die politischen Grenzen und alle Weltanschauungen hinweg“, so die Vertreterin der muslimischen Gemeinschaft, Hayda Ylmaz. Sie zitierte aus dem Koran: „Ein Mord an einem Menschen ist wie ein Mord an der ganzen Menschheit – wenn ein Mensch gewaltsam stirbt, dann stirbt alle Menschlichkeit.“ Gewalt könne nie eine Lösung sein.
Pfarrer Thomas Weinmair bat um Einsicht, dass ein friedliches Zusammenleben unendlich wertvoller sei, als ein Sieg, der auf Tod und Verderben gebaut sei. Diese Einsicht möge einen Weg in die Herzen der Kriegstreiber finden, so dass Frieden eine echte Chance bekomme. Auch bat er darum, dass man sich in unserer vielfältigen Gesellschaft nicht auseinanderdividieren lasse, von Gruppen, die ihre eigenen Interessen verfolgten. Text und Fotos: Weinmair